Beispielhafte Transformation einer Zuckerrüben-Monokultur bis hin zu artenreichen Naturschutzseen
in 86666 Burgheim über einen Zeitraum von 10 Jahren
Begleitung bei der Anerkennung von Ökopunkten, Pflege und naturschonenden Unterhalt der Flächen
Monokulturen in der Landwirtschaft haben einen sehr geringen ökologischen Wert.
Durch den Anbau von Zuckerrüben in einer Monokultur, wird die Vielfalt von wildlebenden Tieren, Vögeln, Amphibien und Insekten stark reduziert.
Die Nutzung der Flächen als intensive Landwirtschaft ist gemäß der Werteliste der BayKompV als gering einzustufen.
Auf einer Fläche von ca. 30 ha fand Kiesabbau statt.
Hierfür wird die wertvolle Oberbodenschicht abgetragen und an anderer Stelle wieder verwendet.
Durch den schrittweisen Abbau konnten die geplanten Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen direkten Anschluss durchgeführt werden.
Die Rückgabe der Flächen an die Natur und Landschaft nach der Nutzung durch den Menschen (erst Landwirtschaft, dann Bodenschätze) konnte somit umgehend erfolgen.
Flachwasserzonen, Inseln, Uferrandbereiche wurden in enger Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden umgesetzt um eine möglichst große Artenvielfalt zu erreichen.
Seit 2018, nach Abschluss des Kiesabbaus eines Teilbereiches, wurden u.a. folgende Wasservogelarten gesichtet:
Und das in nur 2 Jahren nach Fertigstellung.
Die Pflege sowie der Unterhalt der entstandenen Flächen werden in direkter Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörde bodenschonend und nur mit Kulturpflegern durchgeführt.
Hier werden u.a. folgende Tiere zur Pflege der Flächen eingesetzt:
Ohne Zufütterung, jedoch unter ständiger Kontrolle wird die Pflege der neu angelegten Flächen ökologisch verträglich, naturnah und ohne schwere Maschinen durchgeführt.
Diese aufwändige Pflege ohne Einsatz von Maschinen wird durchgeführt von
Um die Entwicklung der Populationen besser betrachten zu können wurden 3 Vogelbeobachtungstürme errichtet.
Der Standort der Türme wurde so gewählt, dass die wildlebenden Tiere und Vögel nicht gestört werden. Die Vogelschau kann somit ohne Eingriff in den natürlichen Lebensraum durchgeführt werden.
Die Entwicklung der Kompensationsflächen findet seit Fertigstellung des Kiesabbaus statt. Durch Eintragung in das Ökoflächenkataster können die erstellten Ökopunkte abgerufen und zugeteilt werden.
Nach zweckgebundener dinglicher Sicherung im Grundbuch der Ökopunkte, muss der Unterhalt und Erhalt der Ausgleichsflächen dauerhaft gesichert und nachgewiesen werden.
Weitere Flächen werden der Natur und Landschaft dauerhaft zurück gegeben.
Unterschiedliche Biotoptypen wie z.B. extensives Grünland mit und ohne Einzelbäumen, Waldsäume, standortgerechte Laubmischwälder (auch als Auwald) werden zukünftig hergestellt.
Es kommen hierbei ausschließlich heimische, standortgerechte und autochthone Samen und Pflanzen zum Einsatz.
Die Planung und Beantragung der zugehörigen Ökopunkte werden von der Ökoflächenagentur Lemke durchgeführt. Die hergestellten Wertepunkte können für zukünftige Baumaßnahmen im Sinne des § 16 BayKompV genutzt werden.
Die wissenschaftliche Begleitung der Entwicklung findet von der Stiftung Naturerbe Donau statt
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